Einkaufen
Warenkorb
Bestellen

Hartmetall Sinterstar

Hartmetall,
der Stoff für Werkzeugträume

Hartmetall-Werkzeuge müssen höchsten Anforderungen in allen Branchen genügen wie Maschinenbau, Automobil-, Luft- und Raumfahrtindustrie, Verpackungsindustrie, Automationstechnik und Elektronik, Kunststoffverarbeitung, Chemische Industrie, Pharmatechnik, Lebensmittel- und Konsumgüterindustrie sowie Mess- und Prüftechnik.

Mit Werkzeugen von WMC Sinterstar lösen Sie die Verschleiß-und Bruchprobleme und reduzieren dadurch die Einbußen in den Maschinenstandzeiten. 

Die Hartmetalle von WMC Sinterstar vereinen zwei Hauptkomponenten in einem Produkt: den Hartstoff Wolframkarbid (Keramik) und den Binder Kobalt oder Nickel (Metall). Durch Variation der prozentualen Zusammensetzung der beiden Hauptkomponenten beeinflussen wir die Härte einerseits und die Bruchfestigkeit andererseits. Die so entstehenden Hartmetall-Sorten sind
meist bruchfester als Keramik sowie verschleiß- und druckbeständiger als Stahl. In seiner Härte wird Hartmetall nur noch von Diamant und diamantartigen Stoffen übertroffen, ist aber im Gegensatz dazu praktisch beliebig formbar.

WMC Sinterstar -
ein Hartmetallhersteller mit System

Hartmetalle von WMC Sinterstar sind durch ihre Festigkeit und hohe Zähigkeit die optimale Basis für Press- und Stanzwerkzeuge, Matrizen, Gleitringe, Führungen, Verschleißschutz, Fräser, Bohrer und Sonderwerkzeuge.

Schweizer Kompetenz,
unser Vorsprung in der Hartmetall-Herstellung

Das Know-how im Herstellungsprozess von Hartmetall-Werkzeugen bei WMC Sinterstar hat Tradition. 

Durch ständige Weiterentwicklung konnten Hartmetalle in verschiedenen Korngrößen bis hinunter zum Ultrafeinstkorn hergestellt werden. Korrosionsfeste Sorten gehören ebenso zum Programm wie vollständig nicht magnetisierbare Hartmetalle.

Zusammen mit unseren Kunden entwickelten wir diverse Spezialsorten, so zum Beispiel mit Korrosionsschutz für sicheres Erodieren im Werkzeugbau oder mit Zusätzen, welche eine erhöhte Einsatztemperatur und eine gute Lötfähigkeit gewährleisten. Durch individuelle undenbetreuung wollen wir uns vom Wettbewerb unterscheiden. Unsere heutige Lieferflexibilität ist von Kunden und Partner geschätzt.

Hartmetall Sorten

 

Hartmetall Sortenliste

Der Prozess der Hartmetall -Herstellung
Präzise wie ein Schweizer Uhrwerk

Die Bestandteile

Um die außergewöhnliche Härte und Verschleißfestigkeit sowie die enorme Zähigkeit unserer Hartmetalle gewährleisten zu können, setzen wir ausschliesslich Ausgangsmaterialien höchster Qualität, sogenanntes Virgin-Hartmetall-Pulver von nahmhaften Herstellern ein.

Beim Abwägen der Hauptbestandteile und der Zusätze in der Aufbereitung ist höchste Präzision gefragt, da bereits Nuancen das Endprodukt gravierend verändern können. Anhand von Probekörpern werden die einzelnen Chargen bemustert und geprüft. Mit 75 bis 94 Gewichts-Prozent stellt Wolframkarbid den größten Bestandteil unserer Hartmetalle. Hinzu kommen 6 bis 25 Prozent Kobalt oder Nickel als Binder, die in ihrem Anteil entscheidend die Zähigkeit des Hartmetalls bestimmen. Mehr Binder bedeutet erhöhte Bruchfestigkeit – mehr Wolframkarbid garantiert eine höhere Verschleißfestigkeit.

Die Korngrösse

Am häufigsten verwenden wir eine mittlere Korngröße von 2,0 μ. Die daraus hergestellten Hartmetalle vereinen in idealer Weise gute Verschleißfestigkeit bei hoher Risszähigkeit, neigen wenig zu Spannungen und lassen sich dank guter Wärmeleitfähigkeit sicher und effizient erodieren und auf Toleranz fertig schleifen. Durch eine Reduktion der Korngröße des Wolframkarbids auf 0,8 μ (Feinkorn) bzw. auf 0,4 μ (Ultrafeinstkorn) können die Härte und die Verschleißfestigkeit zusätzlich enorm gesteigert werden. Der Härtegrad solcher Hartmetalle reicht nahe an den eines Diamanten heran. Dadurch sind längere Standzeiten der Werkzeuge und der Einsatz bei hoch abrasiven Werkstoffen wie Graphit, Plastik und glasverstärkten Kunststoffen, möglich. Für Anwendungen mit besonders hohem Anspruch an die  Zähigkeit verfügen wir zudem neu auch über Grobkornsorten mit einer WC-Korngrösse von 5.0 µ.

Das Mischen und Mahlen

Beim Herstellungsprozess der Pulver ist Geduld gefragt. Nach dem Abwägen werden die Bestandteile über eine längere Zeit gemischt und gleichmäßig gemahlen, bis ein homogenes Pulver entstanden ist. Nur eine intensive Durchmischung der Bestandteile garantiert die hohe Qualität des Endprodukts. Je homogener die Ausgangssubstanz, desto hochwertiger das fertig gesinterte Hartmetall.

Das Pressen

Beim Pressvorgang wird das pulverförmige Gemisch, das Paraffin-Wachs als Klebemittel enthält, durch hohen Druck zu Blöcken und Zylindern gepresst. Durch das Wachs behält der Pressling in diesem Stadium seine Form. Doch der Werkstoff ist noch sehr porös – eine Bearbeitung ist noch nicht möglich.

Das Vorsintern

Im Vorsinterofen wird das Paraffin-Wachs ausgeschwitzt und die Presslinge werden bei etwa 900 °C vorverfestigt, sodass anschließend eine mechanische Formgebung möglich wird.

Die Formgebung

Der Grünling, der noch das doppelte Volumen des fertig gesinterten Hartmetalls aufweist und somit noch porös und brüchig ist, kann durch Trennen, Schleifen, Drehen, Bohren und Fräsen mit Diamantwerkzeugen einfach und kostengünstig in die Form gebracht werden, die der Kunde benötigt. Bohrungen von bis zu 0,08 Millimeter Durchmesser sind möglich. Je präziser diese Formgebung erfolgt, umso weniger Aufwand und Kosten verursacht der Veredelungsprozess des fertigen Hartmetallwerkzeugs nach dem Sintern. Es müssen nur noch einige Zehntel Millimeter weggeschliffen werden, wo dies aus Toleranzgründen oder wegen der Oberflächengüte nötig ist. Freistiche müssen nicht mehr nachgearbeitet werden.Der fertig geformte Grünling steht nun vor der Vollendung: In der Sinter-HIP-Anlage wird er bei Temperaturen bis 1.450 °C und einem Druck bis 100 bar fertig gesintert. Dabei reduziert sich sein Volumen auf etwa 50 Prozent und aus dem porösen Grünling wird ein dichtes Hartmetall von hoher Festigkeit und Zähigkeit.

Der Sinterprozess

Der fertig geformte Grünling steht nun vor der Vollendung: In der Sinter-HIP-Anlage wird er bei Temperaturen bis 1.450 °C und einem Druck bis 100 bar fertig gesintert. Dabei reduziert sich sein Volumen auf etwa 50 Prozent und aus dem porösen Grünling wird ein dichtes Hartmetall von hoher Festigkeit und Zähigkeit.

Permante Prüfungen und In-Prozess-Kontrollen

In-Prozess-KontrollenIn jedem Prozessschritt werden diverse Prüfungen durchgeführt (Hartmetall-Charge, Dimensionen, Gewicht, Sinterdaten) und protokolliert. Die Messung der Dimensionen und des Gewichts des Grünlings ermöglicht die genaue Berechnung des Schwunds vom Grünling zum fertig gesinterten Rohling, um die Endmasse möglichst präzise zu bestimmen.

Präzision ist nicht genug

Individuelle Hartmetalle für Ihre Ansprüche

In der Zusammenarbeit mit Kunden hat WMC Sinterstar neue Sonderhartmetalle entwickelt. Erodierfreundliche, ultrafeine, hochtemperaturbeständige, korrosionsfeste oder nicht magnetisierbare Sorten sind den speziellen Kundenbedürfnissen angepasst.

Hartmetall Ultrafeinstkorn UM 0.4 µ

UM20 HIP ist eines der härtesten Hartmetalle, die es gibt. Es zeichnet sich durch extreme Härte und Verschleißfestigkeit aus. Der Einsatz in der Praxis zeigt den entscheidenden Vorteil: Durch Umstellung auf ein Werkzeug aus UM20 konnten WMC Sinterstar-Kunden die Standzeit ihrer Maschinen mehr als verdoppeln. Falls eine höhere Bruchfestigkeit benötigt wird, kommen UM30 HIP oder UM40 HIP mit neun bzw. elf Prozent Kobalt zum Einsatz.

Hartmetall mit Nickelbinder korrosionsbeständig

Die Verwendung von Nickel anstelle des Kobalts als Binder ermöglicht die Herstellung korrosionsfester Hartmetalle, die von Säuren, Laugen und organischen Lösungsmitteln kaum mehr angegriffen werden und sich daher hervorragend für den Einsatz in der Chemischen Industrie sowie in der Lebensmittelindustrie eignen.

Hartmetall nicht magnetisierbar

Ebenfalls konnten wir eine vollkommen nicht magnetisierbare Hartmetall-Sorte entwickeln. Diese wird vor allem
zum Pressen magnetischer Pulver und zur Bearbeitung magnetischer Grundstoffe benötigt.

Hartmetall erodierfreundlich

Beim Erodieren ist ein Hartmetall nötig, das der Korrosion und dem Lochfraß widersteht. Die Sorte V45E HIP ist
durch Hilfskarbide, die dem Hartmetall zugefügt werden, für den Einsatz beim Erodieren optimal geeignet.

Hartmetall beständig bei hohen Temperaturen

Für Einsätze bei besonders hoher Temperatur wurde die Sorte V50T HIP entwickelt. Hilfskarbide erhöhen die Temperaturbeständigkeit dieses Hartmetalls gegen die Oxidation mit Sauerstoff beträchtlich.